












Zu Beginn untersuchten wir das Gebiet zwischen Sierre und Sion, um dann ein städtebauliches Szenario für das Jahr 2050 zu schreiben. Unser Untersuchungsperimeter bei Granges VS ist geprägt von Einfamilienhaussiedlungen und steht stellvertretend für viele Landschaftsräume in der Schweiz. Um diese Typologie zukunftstauglich zu machen, verfassen wir die Charta-Happyland. Diese sieben Regeln ersetzen die vorherrschenden Baureglemente und lassen Spielraum für innovative Ideen der Verdichtung, Renovation und Diversifizierung des Baubestandes. Auf drei Einfamilienhausparzellen an der Rue de Ronques entwickeln wir mögliche Eingriffe, bei denen wir einem bestehenden Haus weitere Parteien ankoppeln. Die aus der Analyse herauskristallisierten Kern-Grundwerte des Einfamilienhauses bleiben bestehen, neue Synergien entstehen. Da wir davon überzeugt sind, dass die Strategien nicht nur auf Granges, sondern auf viele weitere Agglomerationen zutreffen werden, kam es uns gerade recht, dass wir die Grundrisse der bestehenden Häuser nicht zur Verfügung hatten. Um den Bestand zu rekonstruieren, kombinierten wir die Grundrisse der weit verbreiteten Swisshaus-Standardhäuser mit den Grundmassen und Fensterpositionen der Häuser an der Rue de Ronques. Mit Bildern aus Wohnungsinseraten der jeweiligen Entstehungszeit und Gebäudecharakter konnten die Grundrisse zu realistischen Entwürfen kombiniert werden.
4. Entwurfsmodul, Atelier Kasia Jackowska, Zusammenarbeit mit Lucia Marienfeld, Hochschule Luzern, Frühling 2022